Marathon

Oliver Sebrantke

Oliver Sebrantke

Oliver Sebrantke ist 46 Jahre alt und ehemaliger Marathonweltmeister mit dem deutschen Team. Seither nimmt er an Marathonläufen und Ironman-Wettkämpfen teil und findet: „Es ist beeindruckend, wie viel man mit guter Vorbereitung erreichen kann.“

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Was fasziniert Sie am Laufen?


Denken Sie beim Laufen übers Laufen nach?

Anfangs war das so. Bei der Atmung zum Beispiel – da lauscht man noch jedem Atemzug. Heute ist das anders, jetzt läuft es wie im Schlaf. Innerhalb von fünf Minuten bin ich oft so im Flow, dass ich nach eineinhalb Stunden merke: Jetzt muss ich aber nach Hause.

Es ist Mitte November, Sie wachen um 6 Uhr auf, draußen nieselt es bei 2 °C. Was ist Ihr erster Gedanke?

Vor dem Herbst graust es mir schon wieder, die Jahreszeit ist bitter. Aber mit dem Laufen verhält es sich es wie mit dem Zähneputzen: Es macht nicht jeden Tag Spaß, aber hinterher fühlt man sich doch jedes Mal besser. Natürlich gibt es auch Tage, an denen man Magenschmerzen oder Stress im Privatleben hat. Aber auch dann gehe ich laufen, weil ich weiß: Danach geht es mir besser. Wenn man sich das bewusst macht, fällt es einem gar nicht mehr so schwer, sich zum Laufen aufzuraffen. Dann spielt es auch keine Rolle, wenn der Nieselregen zum Schauer wird.

Aber mit dem Laufen verhält es sich es wie mit dem Zähneputzen: Es macht nicht jeden Tag Spaß, aber hinterher fühlt man sich doch jedes Mal besser.

Wie haben Sie Ihre Leidenschaft fürs Laufen entdeckt?

Eines Abends war ich mit Freunden unterwegs und habe etwas angeberisch behauptet, ich könnte einen Marathon laufen. Das musste ich dann unter Beweis stellen. Das hat aber noch nicht meine Leidenschaft entfacht. Richtig klick gemacht hat es erst beim erneuten Versuch ein paar Jahre später. Diesmal bin ich es „vernünftig“ angegangen: Ich habe mich vorbereitet und Bücher gelesen, mich über die beste Technik, Schuh-, Socken- und T Shirt-Wahl, über abgeklebte Brustwarzen und so weiter informiert. Mit der richtigen Vorbereitung kam dann mein zweiter Marathon. Ich war immer noch stolz auf meinen ersten Lauf, den ich mit blutigen Füßen und Krämpfen beendet hatte – aber der Schmerz war vergessen. Diesmal kam ich 35 Minuten eher durchs Ziel und das Beste war: Im Anschluss hatte ich keine Beschwerden – bis auf etwas Muskelkater, aber damit kommt man klar. Und da hat es bei mir klick gemacht: vernünftige Vorbereitung, besseres Ergebnis.

Aber dann ging es noch weiter?

Ja, da kam mir die Frage: „Was kann ich mit noch besserer Vorbereitung erreichen?“ Was, wenn ich vier- statt dreimal pro Woche trainiere? Daraus wurden fünf- und schließlich siebenmal. Irgendwann folgten der Triathlon, der Ironman und so weiter. Am Ende wollte ich einen Ironman gewinnen, was ich auch geschafft habe: Ich kam nach neun Stunden als Erster durchs Ziel. Da habe ich meinen inneren Frieden gefunden. Natürlich kann man sich immer weiter verbessern, aber mit dem Ironman-Sieg war ich richtig zufrieden. Da ich nun auch mit dem Alter kämpfe, geht es vorrangig nicht mehr darum, besser zu werden, sondern darum, nicht langsamer zu werden.

Was kann ich mit noch besserer Vorbereitung erreichen?

Haben Sie kein Interesse an Ultraläufen?

Doch, natürlich. Einmal habe ich an der Harzquerung teilgenommen, wobei man auch viele Höhenmeter bewältigen muss. Die Länge der Strecke macht mir nichts mehr aus. Es spielt keine Rolle, ob man nun acht oder zehn Stunden lang läuft. Man passt einfach sein Tempo an. Übrigens bin ich auch quer durch die USA geradelt.

Unter der Woche trainieren und arbeiten Sie, an den Wochenenden nehmen Sie an Rennen teil. Ist das mit einem normalen Familienleben vereinbar?

Ich tue das, weil es mir Spaß macht, nicht weil ich es muss. Und meine Freundin macht das mit. Vielleicht versteht sie es – was wohl schwierig ist –, aber sie unterstützt mich jedenfalls. Letztendlich ist es doch mit jedem Hobby so – selbst wenn man beispielsweise Briefmarken sammelt und sich dafür zwei Stunden lang in sein Zimmer zurückzieht. Wenn ich nach dem Laufen nach Hause komme, habe ich einen Großteil des Tages bereits verarbeitet. Davon profitieren alle.

Sie sagten, das Laufen sei für Sie nicht nur ein Sport, sondern Ihr Leben. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus – wie lange wollen Sie noch laufen?


Was würden Sie sich für Ihre Sportart wünschen?

Dass mehr Leute es einfach mal ausprobieren. Viele fangen gar nicht erst mit dem Laufen an. Aber schon drei Kilometer wären ein toller Anfang. Wenn man dann Gefallen daran findet, kann man weitermachen. Ich glaube, jeder könnte einen Marathon laufen. Jeder könnte darauf hinarbeiten.

Was spornt Sie am meisten an?


Unterschiedliche DNA – gleiche Einstellung

Diese Worte fassen zusammen, worum es bei dieser Kampagne geht. Unterschiedliche Marken mit unterschiedlichen Entstehungsgeschichten teilen die gleiche Einstellung – zu Kunden, Herausforderungen und Qualität. Und wer wäre besser geeignet, das Konzept einer gemeinsamen Einstellung zu verkörpern, als Sportler verschiedener Disziplinen? So unterschiedlich ihre Schaffensbereiche sind, werden sie doch alle vom gleichen Willen angetrieben, sich in dem, was sie tun, stetig zu verbessern. Diese Analogie steht im Mittelpunkt der Kampagne. Sie sind neugierig geworden? Dann klicken Sie unten und schon gelangen Sie zu unserer Kampagne!

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