Bogenschießen

Florian Unruh

Florian Unruh

Florian Unruh ist 29 Jahre alt und Mitglied des deutschen Olympiateams im Bogenschießen. Zudem ist er Welt- und Europameister und Gewinner der World Games. „In meinem Sport dreht sich alles um Konzentration“, erklärt Unruh. Möchten Sie mehr über Florian Unruh und das Bogenschießen erfahren?

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Was fasziniert Sie am Bogenschießen?


Ist Bogenschießen ein Wettkampfsport?

Ja, durchaus. In erster Linie tritt im Bogenschießen jedoch jeder gegen sich selbst an und anschließend werden die Leistungen miteinander verglichen. Das geschieht ganz objektiv und ohne Interpretationsspielraum.

Könnten Sie das näher erklären?

Man hat keinen Einfluss auf seinen Gegner, am Schießstand haben wir keinen Kontakt. Jeder absolviert sein Programm und erfährt das Ergebnis erst im Anschluss. Selbst wenn ich nahezu perfekt schieße, könnte ich noch verlieren, wenn die andere Person den einen noch besseren Schuss gemacht hat. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als mit der Konzentration ganz bei sich zu bleiben. Wir freuen uns, wenn wir eine persönliche Bestleistung erzielen. Wenn die von jemand anderem noch übertroffen wird, dann soll es so sein. Aber jeder will sein Bestes geben. Und da kommt es auf mentale Stärke an: Man will den Schuss genau nach den eigenen Vorstellungen ausführen. Allerdings setzt an dieser Stelle schnell die Angst ein, danebenzuschießen, und die muss man komplett ausblenden. Man könnte also sagen, es ist auch ein Wettkampf gegen die eigenen Gedanken.

Da bleibt einem nichts anderes übrig, als mit der Konzentration ganz bei sich zu bleiben. Wir freuen uns, wenn wir eine persönliche Bestleistung erzielen. Wenn die von jemand anderem noch übertroffen wird, dann soll es so sein.

Ist Bogenschießen ein einsamer Sport?

Das würde ich nicht sagen. Zwar ist es wie gesagt so, dass wir die anderen am Schießstand nicht sehen und auf uns selbst gestellt sind. Andererseits gehen wir immer nach drei oder sechs Pfeilen zur Zielscheibe und besprechen alles. Da haben wir viel Zeit, um uns auszutauschen. Während des Schießens selbst befinde ich mich in einer Blase, aber davor und danach wird viel miteinander gesprochen. Das gilt übrigens für Bogenschützen aller Klassen – sogar bei den Olympischen Spielen.

Gibt es weitere Aspekte, die Sie an der Sportart faszinieren?

Ja, durchaus. Da wäre noch der technische Aspekt, die Interaktion mit dem Bogen. Das ist ein ständiger Optimierungsprozess, bei dem man dieses und jenes ausprobiert, bis wirklich alles optimal auf einen abgestimmt ist. Dann entwickelt man sich weiter und muss die Ausrüstung natürlich wieder neu anpassen. Das hört nie auf. Und ich mag das.

Da wäre noch der technische Aspekt, die Interaktion mit dem Bogen. Das ist ein ständiger Optimierungsprozess, bei dem man dieses und jenes ausprobiert, bis wirklich alles optimal auf einen abgestimmt ist.

Haben Sie ein bestimmtes Ritual, das Ihnen hilft, zur Konzentration zu finden?

Nur in Bezug auf die Abfolge bei einem Schuss. Ab dem Moment, an dem ich den Pfeil auflege, läuft immer alles gleich ab. Das sorgt für bessere Ergebnisse. Aber so etwas wie Aberglaube hat da keinen Platz. Was, wenn ich solch ein Ritual einmal nicht befolgen könnte? Letztendlich kommt es doch wieder auf mentale Stärke an. So ein Ritual brauche ich nicht.

Was geht im Moment vor dem Schuss in Ihrem Kopf vor?


Wie verbessern Sie sich im Training?

Das meiste spielt sich im Kopf ab: Wie kann ich meinen Denkprozess beim Schießen verbessern? Und dann wäre da der Schießvorgang selbst: Welche Bewegungen führe ich aus? Die können jeweils einfacher oder schwieriger zu reproduzieren sein. Wir suchen nach der Bewegungsfolge mit der größten Fehlertoleranz und Wiederholbarkeit. Man verbessert sich, indem man immer wieder einen Satz Bewegungen ausführt, der sich optimal wiederholen lässt. Es gibt auch einen Unterschied zwischen Training und Wettkampf. Funktioniert etwas im Training, aber nicht im Wettkampf, ist es noch verbesserbar.

Was würden Sie sich für die Sportart des Bogenschießens im Allgemeinen wünschen?

Dass mehr Leute es einfach mal ausprobieren. Wenn wir Anfänger trainieren, ist es unheimlich interessant zu beobachten, wie die Faszination und Freude schon beim ersten Schuss einsetzen. Würden mehr Menschen sich einmal im Bogenschießen versuchen, würden auch mehr diese Sportart für sich entdecken. Da bin ich mir ganz sicher.

Was spornt Sie am meisten an?


Unterschiedliche DNA – gleiche Einstellung

Diese Worte fassen zusammen, worum es bei dieser Kampagne geht. Unterschiedliche Marken mit unterschiedlichen Entstehungsgeschichten teilen die gleiche Einstellung – zu Kunden, Herausforderungen und Qualität. Und wer wäre besser geeignet, das Konzept einer gemeinsamen Einstellung zu verkörpern, als Sportler verschiedener Disziplinen? So unterschiedlich ihre Schaffensbereiche sind, werden sie doch alle vom gleichen Willen angetrieben, sich in dem, was sie tun, stetig zu verbessern. Diese Analogie steht im Mittelpunkt der Kampagne. Sie sind neugierig geworden? Dann klicken Sie unten und schon gelangen Sie zu unserer Kampagne!

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